Epilepsie beim Hund

Im Jahr 2008 kam Kori aus Polen zu mir. Kori ist Epileptiker und damit musste ich erst mal lernen umzugehen.

Es gibt viele verschiedene Auslöser und Ursachen für Epilepsie. Bei Kori sind die Anfälle zum Glück nicht so häufig. Er bekommt sie im Abstand von Monaten, dann sind sie aber schwer. Koris Auslöser sind Stress durch seine Traumata aus Polen. Er kommt schlecht mit Veränderungen zurecht und ist sehr sensibel. Heute, 2012, bekommt Kori max. alle 6 Monate einen Anfall.

Anfälle ordnet man auf einer Skala von 1-3 ein.

Kori bekommt keine regelmässigen Medikamente wie z.B. Luminal, sondern bei einem Anfall Diazepam-zäpfchen. Bei ihm ist es definitiv das beste Mittel.

Es gibt aber auch andere Fälle, in denen eine tägliche Medikation notwendig ist.

 

Hier noch ein paar gesammelte Werke und Links zu Epilepsie bei Hunden.

 

http://www.epilepsie-beim-hund.de/

http://www.cp-pharma.de/upload/Tierhaltertagebuch_Phenoleptil.pdf

http://www.leveste.de/dalmaweb/epilepsie1.htm

 

Das hat mir mal eine liebe Freundin für Kori gegeben. Ich gehe nicht mit allem konform, aber es sind hilfreiche Tips dabei...

"Epilepsie
Epilepsie kann nicht 100 %ig diagnostiziert werden - sie wird eher durch ein Ausschlußverfahren "festgestellt". Die Anfälle verlaufen - übrigens wie beim Menschen auch - recht unterschiedlich. Es gibt kein einheitliches Ablauf-Schema für epileptische Anfälle. Es kommt auf den Hund, die Vorgeschichte, die Vorerkrankungen, die Ahnen, die Haltungsweise und auch immer drauf an wie heftig die "Störungen im Gehirn" sind und welche Teile des Gehirns betroffen sind.

Mögliche Ursachen für Epilepsie können u.a. sein:

- Gehirnschaden durch äußere Einwirkungen (z.B. Schlag auf den Kopf, Hitzeschlag oder Vergiftungen)
- durch Impfung - hier besonders die TW-Impfung und Zeckenimpfungen
- oder vermittels Umwelt-Belastungen mit Blei, Quecksilber,
Vanadium, PVC, Titan, Zirkonium, Asbest, Beryllium, Arsen,
Formaldehyd, Lösungsmittel wie Toluol und Xylol usw.
- genetische Vorbelastung bzw. erblich bedingte Anlage durch
Chromosomendefekt
- Stoffwechselerkrankungen durch Reizstoffe wie Getreidepilz
Mutterkorn, Glutamat (Mononatriumglutamat > synthetische
Aminosäuren), BHT (Bishydroxitoluol) und BHA
(Bishydroxianisol), Konservierungsmittel, sowie Malvin - das ist
ein natürlicher Farbstoff in Trauben, Erdbeeren, Pflaumen,
Heidelbeeren usw. Störungen des Stoffwechsels können sich
zeigen in Form von niedrigem Kalziumspiegel im Blut,
Unterzuckerung, katarrhalische Erscheinungen,
Verdauungstraktstörungen, Hustenneigung, frostartige
Erscheinungen/ ständiges Frieren, Herz-Kreislauf-Störungen
usw. Ferner heisst es, dass Epilepsie durch eine
Funktionsstörung der Leber genährt wird.
- wandernde Darmwurmlarven (Ascaris-Larven) -
Gehirnentzündung
- Unfall mit/ ohne Gehirnverletzung verbunden mit Schock und
ähnliche Schrecksituationen
- Tumor

An Epilepsie erkrankte Hunde sollte man von extremen Reizauslösern (Nahrung, Verhalten, Umwelt, etc) fernhalten, um der Krankheit nicht noch mehr "Nahrung" zu geben. Getreide ist neben anderen Nahrungsmitteln ein hochgradiger Allergieauslöser. Bei einer Allergie steht der Körper ständig unter Streß, dies wiederum löst eine ständige Reizung der Nerven und Synapsen im Gehirn aus und begünstigst so einen epileptischen Anfall. Zudem können Nervenreizungen auch auftreten bevor eigentliche Allergiesymptome sichtbar werden, es muß also nicht direkt eine Getreideallergie vorliegen.

Bei Epi sollte man folgendes fütterungstechnisch beachten:

- Rohernährung
- viel Honig
- evtl. Rescue-Tropfen
- kein Getreide
- keine Farbstoffe und Geschmacksverstärker, denn sie stehen im
Verdacht, Verhaltensstörungen auszulösen
- Zuführung eines Vitamin-B-Komplexes (muß vorsichtig
betrachtet werden, da der Vitamin-B-Komplex auch auf das ZNS
wirkt, könnte also kontraindiziert sein)
- Zuführung von Vitamin-C
- keine Hefe
- Honig vermehrt verabreichen (auch ins Tinkwasser)
- Vermeidung von Rosmarin, Ysop, Salbei und Fenchel
- Heilerde ( wirkt entgiftend/ entschlackend)
- Taurin zuführen
- evtl. Vitamin K1

Sonstiges:
- Vermeidung von leuchtenden/blinkenden Lichtquellen
- Vermeidung von chem. Reizstoffen (z.B. Geruch Kloreiniger,
Parfum etc.)
- Vermeidung von Toxinen/Gift wie Zigarettenqualm, Autoabgasen
(Spaziergänge besser in freier Natur), Chemikalien (im Haushalt
wie starkt düftende Reiniger, WC-Reiniger, Frischluftsprays,
Bleichmittel, Lösungsmittel u.ä.), Flohsprays und
Halsbänder, Möbelreiniger und Frischtluftsprays (z.B. Fereeze
u.a.), Parfüms (auch Badezusätze)
- keine Haarsprays verwenden wenn der Hund anwesend ist,
direkt danach gründlich lüften
- körperliche Bewegung/Spaziergänge bei kaltem Wetter. Ohne
ausreichende Bewegung kann kein Körper funktionieren
- Vermeidung von Wolle (Bettzeug, Liegekissen etc)
- Tabletten gegen Herzwurm können Epi-fördernd sein
- Vermeidung von BHA/BHT
- Vermeidung von Dufttüchern im Trockner
- Vermeidung von Duftstoffen in der Waschmaschine
- Zucker/Melasse/Sirup
- Trockenfutter/Trockenleckerlis
- Plastiknäpfe/-flaschen/
-futteraufbewahrungsbehältnisse/-
körbchen
- billige Keramik-Näpfe
- Staub
- Streß
- Vermeidung Fressen von Katzen- oder Hundekot
- KEINE Impfungen
- unnötige Wurmkuren, besser bei Wurmbefall eine natürliche
schonende Wurmkur
- Vermeidung von frischen Farb- und Lackstoffen
- Überhitzung

Konkrete Auslöser für epileptische Anfälle können weiterhin sein: psychische Erregung, kurzfristige Stoffwechselbelastung, saisonbedingte Umstellung des Hormonhaushalts, planetarische Einflüsse (bspw. Mondphasen), Wetteränderungen (Hoch-, Tiefdruckgebiete), Streß.

Taurin:
es gibt einige Untersuchungen, die sagen: Das ein Epi-Hund oder Mensch einen zu niedrigen Taurin-Spiegel aufweisen. Wobei man auch hier zwischen beiden Taurin-Kreisen im Körper unterscheiden sollte. Es wurden bereits erfolgreiche Behandlungen beim Menschen und Hund mit der Zugabe von Taurin durchgeführt.

Die Aufnahme von Taurin aus der Nahrung und die Eigensynthese ist bei Epi entweder gestört oder reicht nicht aus. Taurin wirkt sich übrigens auch auf die Synapsen und Neurotransmitter im Gehirn aus.
Auszugaus einer Seminararbeit der Uni Würzburg:
"..In niedriger Dosis zeigt Taurin bei Epileptikern mit gleichzeitigem Defekt der Blut-Hirn-Schranke ein antiepileptogenes Potential.." Quelle: Birdsall,T. Therapeutic Application of Taurine, Alt. Med. Rev 3, 1998

Taurin ist z.B. auch wichtig für die Entwicklung des Gehirns bei Neugeborenen und Säuglingen ("..Die Konzentration von Taurin ist im sich entwickelnden Gehirn von Säuglingen am höchsten...")und für die Synapsen von Nerven- und Gehirnzellen.

"...Bestimmte Krankheiten, u.a. Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer, gehen mit einem erhöten Cysteinspiegel ...einher, während der entsprechende Taurinspiegel um 25% erniedrigt ist..."

Für wichtig halte ich das genaue Beobachten des Hundes, wann, wie, wo treten die Anfälle auf, hat der Hund Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel, meidet er bestimmte Nahrungsmittel. Am besten führt man ein Tagebuch. Eine auf Dauer medikamentöse "Einstellung" bei Epilepsie halte ich für sehr bedenklich, da jedes Medikament Nebenwirkungen hat, gerade die Veterinärprodukte die bei Epilepsie eingesetzt werden. Ich würde hier lieber eine klassisch homöopathische Behandlung mit oben beschriebenen Variationen versuchen. Vielfach wird auch Valium verabreicht, wenn es den Anschein hat, daß der Hund aus einem Anfall nicht mehr herauskommt. Das sollte voher gründlich abgeklärt werden, denn es gibt Hunde, bei denen diese Gabe kontraproduktiv ist. Daher empfiehlt sich gerade bei dieser Krankheit das Führen eines Tagebuches und einer genauen Beobachtung. Nur so können Sie Ihrem Hund helfen. Nun nochetwas zum Schluß: die Diagnose Epilepsie ist KEIN Todesurteil."

 

 

 

 

 

 

 

 

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